…denn ein Tag an dem man nicht lacht, ist ein verlorener Tag!

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IKEA – oder die erste Etappe meines Leidenswegs beim Einkaufen

Anmerkung: dies ist eines der Kapitel meines Buches „Lachhaft“, aber nun viel Spaß bei meinen Leiden!

IKEA – oder die erste Etappe meines Leidenswegs beim Einkaufen

Sonderbericht über einen kleinen unaufdringlichen IKEA-Besuch aus der Sicht eines modernen  aufgeschlossenen emanizpierten Mannes, also aus meiner Sicht:

IKEA – schon der Name ist echte Scheiße  und ein Schrecken für alle liierten Männer. Sie meinte „Lass uns mal wieder zusammen zu IKEA fahren. Ist doch schön, da mal wieder durchzubummeln.“
Bummeln … von wegen. Als ob Frauen durch den Schuppen BUMMELN würden. Sie KAUFEN sich mordend und brandschatzend durch. Jede von den histerischen Weibern reißt riesige Löcher in die Regale.

Und das ganze natürlich dann noch am heiligen Samstag dem Großkampftag für Möbelhäuser. Warum eigentlich ausgerechnet immer Samstags? Ich könnte so schön die Gasse kehren oder einen Hasenstall  bauen oder …

Kann mir jemand sagen, warum Frauen immer Samstags zu IKEA fahren wollen? Oder Sonntags? Oder Freitags? Ich will nicht zu IKEA. An keinem Tag – nie.

Aber widersprich da mal einer Frau, das ist so als wollte man einem hungrigen Hai das Kartenspielen beibringen. Der Samstag wäre völlig im Eimer. Und der Sonntag. Und der SEX auch, von Bumsen ganz zu schweigen. Also was tun? Klar – das was all die anderen auch tun: lächeln, innerlich sterben und mitgehen. Wieder einmal die Leidensfähigkeit der Männer unter Beweis stellen!

Anfahrt zum Haus des Schreckens : Der Stau reicht zurück bis auf die Autobahn. Von der Ausfahrt bis auf den IKEA-Parkplatz brauchen wir heute nur 35 Minuten. Ich bin innerlich schon am kochen, lasse mir aber nichts anmerken. Auch nicht, als sich ein Fahrer rücksichtslos von vorne in die Parklücke drängt. („Komm her Du Arsch. Los steig aus. Dir hau ich ein paar aufs Maul. Depp, blöder. Los trau dich. Wichser „). Nun, er hat sich nicht getraut, und meine Freundin nagt an der Unterlippe und mir geht es kurzzeitig wieder etwas besser. Obwohl ich ihm schon gern …

Gott sei dank hat sie sich diesmal nicht gleich im ersten Stock ausgetobt, schon nach drei Stunden verlassen wir diese Etage des Grauens. Da hatte sie letztes Mal schon mit einer neuen Couch gedroht: „Die hier ist schön. Und sooo praktisch. Den Bezug kann man abziehen und waschen.“
Ich schau aufs Preisschild. („Wir werden das Ding höchstens dreimal waschen, also kostet jedes mal Waschen 1.500.- Euro! Wieso nehmen wir nicht ne billige, schmeißen sie weg, sobald sie nen Fleck hat, und kaufen ne Neue?“)
„Prima. Du hast recht. Sehr schön. Sitzt sich auch bequem. Und gar nicht teuer. Ein echtes Schnäppchen. Willst Du Sie gleich haben?“
Zum Glück wollte sie das Ding dann doch nicht kaufen.

Der Härtetest für alle maskulinen  Lebewesen kommt im Untergeschoss: Millionen kleine unnötige Dinge, die jede bundesdeutsche Frau unbedingt braucht. Und jeder Artikel ist nur sage und schreibe 3978 mal vorhanden, dann heißt es ranghalten, dass wir noch was bekommen. Natürlich will sie nur ein paar Kleinigkeiten, die sie unbedingt schon immer gebraucht hat und nirgendwo anders bekommt und schon gar nicht zu deeeeem Preis.

Ein Nudelklammereisen … oder so. Jedenfalls total praktisch und gar nicht teuer. Und die tollen Gläser mit Stiehl. Gibt’s nur im 10-er Pack. Aber was soll’s – die alten hatte sie ja schon seit dem letzen IKEA-Besuch vor … was? Acht Wochen??? Und die sind ja auch schon nicht mehr schön.

Und die praktischen Fressbretter d.h. Brotzeitteller aus Holz (scheiß schwer!) und diese Kerzenhalter und „sieh doch mal die kleine Leuchte da“ und die praktischen zusammenfaltbaren „kannmanimmerbrauchen“-Teile und…

Sie stopft mir das Zeug in diese tolle gelbe Umhängetasche, für die mitgebrachten Pack- und Tragetiere auch Männer genannt, mit der ich aussehe wie ein geistig zurückgebliebener Pfadfinder. Oder die Stadtreinigung, oder wie beides zusammen.

Offenbar muss wohl jeder gedemütigte Mann so’ne Tasche umhaben, obwohl sie fast alle auch noch einen Wagen schieben müssen. Aber Frauen scheinen die Dinger schick zu finden. Was man nicht alles für ein bisschen Sex tut!

Sie scheint jetzt alles zu haben … und dann der nächste Schreck, die Schlange an der Kasse.

Zum Glück haben sie haben jetzt Warnschilder aufgestellt: „Ab hier 25 Minuten Wartezeit zur Kasse“ oder auch der Beginn der „Todeszone“ genannt.

Eins kann ich von hier aus schon fast lesen. Sie kann nur mühsam verhindern, dass ich die Tasche wie ein Hammerwerfer ins nächste Regal schmeiße. Ich fasse es nicht, die Frauen schwatzen miteinander oder wuseln noch mal unaufhaltsam davon, um schnell noch ein paar „hättenwirdochfastvergessen“ zu holen, während die Männer wie die willenlose Deppen mit ihren Wagen in der Schlange stehen.
Das nächste Schild der Hoffnung: „Nur noch 15 Minuten bis zur Kasse“ veranlasst mich, mit der Tasche erneut Schwung zu holen, aber sie meint, sie könne die Kasse schon sehen … na gut.

Wuselwuselwusel und schon habe ich noch einen tollen Übertopf für den Dingsbums-Busch im Esszimmer (das  Drecksding  werde ich mit Domestos gießen!) in der Tasche. Das nächste Schild kann man schon nicht mehr lesen: das muss wohl jemand umgekickt haben – lauter Fußabdrücke drauf.

Aber jetzt kann ich die Kasse auch sehen.

ENDLICH sind wir dran. Nach fünf Minuten Vorzeigen von Führerschein, Organspenderausweis, ATM-, Visiten-, Kredit- und Krankenversicherungskarte glaubt mir die blöde fette Kuh an der Kasse („Mein Freund hat das nicht so gemeint.“) endlich, dass ich mit dem Nachnamen und nicht dem Vornamen unterschrieben habe. („Ich hab’s noch ganz anders gemeint …“) Der Tritt gegen den Tresen hat aber auch ausser einem kleinen Loch keinen Schaden hinterlassen.

Abfahrt ins gelobte Land  die glorreiche Heimat: Auf dem Parkplatz beginnt das Drama von vorn. Wie komme ich vom Teufelswerk genannt IKEA wieder weg??? Aber die Ausfahrt ist verstopft, wer hätte das schon gedacht. Auch der millionen Autos umfassende Parkplatz ist verstopft. Der Weg bis zur Ampel ist verstopft. Die Autobahnauffahrt ist verstopft. Nur 35 Minuten für 1,4km. Aber den blöden Deppen von der Herfahrt habe ich diesmal in eine Parklücke abgedrängt, wo er vermutlich ne Stunde gebraucht hat, um da rückwärts wieder rauszukommen. Ätsch!!!

Na dann mal viel Spaß morgen bei IKEA mit Euren eigenen geliebten weiblichen Wesen!!!

Das wünscht Euch Euer Bimbalon

PS: Für den gegenseitigen Austausch von ähnlichen Erfahrung habe ich eine Selbsthilfehomepage eingerichtet: http://www.deppen-bei-ikea.de! Dort könnt Ihr Euch mit gleichgesinnten unterhalten und so sehen wie blöd die anderen doch sind.

Mein Verbesserungsvorschlag , ein Brief an den lieben Herr Ikea

Das Imperium schläg zurück, die Antwort des Hauses Ikea

Und nun die 4. und vorerst letzte Etappe, die Nachmacher

Einige Wochen später musste ich beim Zeitung  lesen verwundert feststellen, dass scheinbar irgend so ein Drecksack  einfach meine unbezahlbare Idee geklaut hatte. Als wäre das nicht genug, hat er sie auch gleich noch in die Tat umgesetzt. – Die Sau- Aber sieh selbst.

Mal abwarten was noch alles kommt.

Verschwörungstheoretiker glauben dass entweder der Ikea-Konzern oder die gar die Taliban dahinter stecken. Wollen wir also alle hoffen das George W. Bush das nicht mitbekommt, sonst gute Nach Deutschland

Vielleicht habe ich ja sogar Chancen auf den verdammten Wirtschafts-Nobelpreis . Denn hat ja auch schon mal so ein Irrer bekommen, oder! Dessen Idee kam ihm in der Kneipe beim Biersaufen und bei den Weibern, und das kommt mir alles sehr bekannt vor. Ich kann da schon viele Übereinstimmungen in unseren Ideen und Denkweisen feststellen. Aber ich werde mich wohl noch eine Weile gedulden müssen bis mich diese glorreiche Ehrung heimsuchen werden. Denn die Deppen von der Jury brauchen ja immer Jahrzehnte bis sie die wahren Werte einer Idee begreifen können.

Dessen Leben wurde sogar verfilmt, also stellt Euch mal vor mein Leben würde verfilmt werden , das wäre ja nicht aus zu denken! Bei ihm war Russel Crowe der Schauspieler, wer würde bei mir wohl die Rolle übernehmen. Mir ist dabei eigentlich nur ein Name eingefallen, der mir gleich zu setzen wäre, nämlich Brad Pitt.

Aber Ihr werdet ja schon sehen, …

… bis Bald bescheiden und zurück haltend wie immer …

Euer Bimbalon

Dies ist leider das Ende dieser wahren Begebenheit!

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